Entwicklung unserer Geschäfte

Foto Schwarzkopf Konzil Shampoo

Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Henkel weltweit einen Umsatz von 15.092 Millionen Euro. 41 Prozent des Umsatzes entfielen auf die Wachstumsregionen Osteuropa, Afrika/Nahost, Lateinamerika und Asien (ohne Japan). Bis 2012 wollen wir diesen Umsatzanteil auf 45 Prozent steigern. In den Wachstumsregionen beschäftigen wir mittlerweile rund 53 Prozent unserer Mitarbeiter und beziehen 23 Prozent unseres globalen Einkaufsvolumens. Damit sind wir auch hier wichtiger Arbeitgeber und lokaler Wirtschaftspartner.

Gerade in den Wachstumsregionen rückt die Frage nach dem gesellschaftlichen Mehrwert von Produkten in den Vordergrund. Dabei haben Produkte, die sich an den Bedürfnissen der unteren Einkommensklassen orientieren, nicht nur großes wirtschaftliches Potenzial. Sie leisten gleichzeitig positive gesellschaftliche Beiträge, zum Beispiel zur Hygiene und Gesundheit im Haushalt. Um den weltweit unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, verfolgen wir je nach Marktsituation verschiedene Strategien:

  • Global einheitliche Produkte: Sind die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden und Verbraucher einheitlich, bieten wir global einheitliche Produkte an. Beispiele sind die international einheitlichen Anforderungen an einen Sekundenkleber oder an unsere Industrieklebstoffe.
  • Lokal angepasste Produktangebote: Sind die Verbraucherbedürfnisse, die Einkommensverhältnisse oder die Infrastruktur in unseren Märkten unterschiedlich, passen wir Verpackungseinheiten oder Vertriebswege den lokalen Verhältnissen an, um unsere Leistungen und Qualität für eine möglichst breite Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Verbraucher der untersten Einkommensschicht kaufen zum Beispiel kleine Einheiten, sobald sie hierfür Geld übrig haben. Dies berücksichtigen wir bei der Planung von Verpackungsgrößen und Verkaufspreisen. Zum Beispiel in Indien bieten wir unser Handspülmittel Pril in Form von Einmal-Anwendungen an. Zum Preis von einer Rupie – umgerechnet 1,5 Cent – können Verbraucher eine 6 Milliliter-Packung von Pril „Zitrone und Essig“ kaufen. Gleiches gilt für unsere Waschmittel Mr. White in Indien oder Mas in Mexiko. Auf dem südamerikanischen Markt bieten wir Deocremes und Shampoos in kleinen Verkaufseinheiten von 10 bis 20 Millilitern an. 
  • Lokal angepasste Produktleistung: Unterschiedliche regionale Gegebenheiten können auch die Anpassung der Rezepturen unserer Produkte erfordern. In Nordafrika und Lateinamerika beispielsweise stellt Wasser eine knappe und wertvolle Ressource dar. Henkel hat daher in Ägypten und Tunesien sowie in Mexiko einen Weichspüler für die Handwäsche auf den Markt gebracht, dessen spezielle Inhaltsstoffe ein schnelleres Ausspülen des Waschschaums ermöglichen. Ein weiteres Beispiel sind unsere Bautechnik- und Heimwerkerprodukte in Osteuropa. Da sich die lokale Bausubstanz oft sehr von der in Westeuropa unterscheidet, bieten wir lokal angepasste Produkte wie den Fliesenkleber CM9 oder die selbstnivellierende Bodenmasse Thomsit DA an. Auch kulturelle Unterschiede fließen in die Produktentwicklung ein. In vielen Ländern Nordafrikas sowie in Indien wird traditionell viel weiße Kleidung getragen. Unsere Waschmittel Nadhif für den nordafrikanischen Markt und Mr. White für den indischen Markt enthalten daher Inhaltsstoffe für ein besonders strahlendes Weiß.
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