Entwicklung von alternativen Testmethoden

Henkel trägt die Verantwortung für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei der Herstellung, dem Vertrieb und der Anwendung seiner Produkte. In Erfüllung dieser Verantwortung durchlaufen Rohstoffe sowie fertige Produkte zahlreiche Prüfungen und Testreihen. Diese werden zu einem großen Teil vom Gesetzgeber vorgegeben. Darüber hinaus existieren bei Henkel zusätzliche Standards, die eine hohe Produktsicherheit für Verbraucher und Umwelt garantieren.

Tierversuche werden bei Henkel grundsätzlich nur dann eingesetzt, wenn rechtliche Bestimmungen dies vorgeben und keine alternativen Prüfmethoden existieren, welche die entsprechenden Daten liefern.

Henkel beschäftigt sich bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten intensiv mit der Entwicklung von Alternativmethoden, bei denen die notwendigen Daten ohne Tierversuche gewonnen werden können. Häufig spricht man bei diesen Alternativmethoden auch von In-Vitro-Methoden (lateinisch „im Glas“), da die Untersuchungen zum Beispiel an Zellsystemen in Reagenzgefäßen durchgeführt werden.

Auf Basis des tierversuchsfreien Vollhautmodells von Henkel entwickeln wir neue alternative Testmethoden. Um die Leistung und Qualität unserer Fertigprodukte abzusichern, setzen wir unser Vollhautmodell beispielsweise zur Untersuchung der Verträglichkeit unserer Kosmetikprodukte ein. Das Ergebnis der bisherigen tierversuchsfreien In-vitro-Tests ist die Aufnahme einer Reihe neuer Zell- und Gewebekultursysteme in die Laborpraxis.
 
Neben den fortgesetzten wissenschaftlichen Anstrengungen setzt Henkel sich dafür ein, dass die derzeit sehr langwierige Anerkennung von alternativen Testmethoden durch den Gesetzgeber beschleunigt wird. Ziel ist es, die Zahl der Tierversuche weiter zu reduzieren und schließlich vollständig auf Tierversuche verzichten zu können.

PDF-Download: Position zu Tierversuchen

Gemeinsame Anstrengungen zur Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen

Am 7. November 2005 wurde im Europäischen Parlament die Europäische Partnerschaft für Alternativen zu Tierversuchen (EPAA) zwischen der Europäischen Kommission und der Industrie begründet. Darin vertreten sind die Branchen Chemie, Pflanzenschutz, Pharmazeutik, Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Biotechnologie. Ziel der Partnerschaft ist es, die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen voranzutreiben.

Die Partner verpflichten sich in der Brüsseler 3-R-Deklaration, Tierversuche methodisch zu verfeinern (Refinement), Tierversuche allgemein in der Zahl zu vermindern (Reduction) und schließlich ganz zu vermeiden (Replacement).
 
Die Europäische Partnerschaft hat zum Ziel, ein gemeinsames Aktionsprogramm der beteiligten Partner zu erstellen. Neben der konzertierten Entwicklung von Alternativmethoden soll das Programm auch die Erarbeitung neuer Teststrategien und Bewertungskonzepte vorsehen. Das Programm wird jährlich überarbeitet und veröffentlicht. Henkel hat aktiv an der Abfassung der Deklaration mitgewirkt und beteiligt sich mit einer Vielzahl von Wissenschaftlern an dem Aktionsprogramm. Am 18. Dezember 2006 legte die EPAA den ersten Jahresbericht der Öffentlichkeit vor.

Mein Bericht