Beispiele für unseren integrierten Dialogansatz – ausgerichtet auf unsere Stakeholder

Auch 2010 haben wir weltweit verschiedenste Dialog-Veranstaltungen besucht und durchgeführt. Sie reichten von Workshops für Mitarbeiter bis hin zu Kundenseminaren und der Teilnahme an internationalen Initiativen. In vielen Ländern kamen unsere Unternehmensvertreter mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Austausch zusammen. Im Laufe des Jahres hat Henkel weltweit an über 120 Nachhaltigkeitsveranstaltungen in 25 Ländern teilgenommen.

Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken

Damit das Thema Nachhaltigkeit keine abstrakte Absichtserklärung darstellt, spielt das tägliche Handeln unserer rund 48.000 Mitarbeiter eine Schlüsselrolle. Denn nur, wenn alle Mitarbeiter die Prinzipien des nachhaltigen Wirtschaftens kennen und verstehen, werden diese zu einem Leitbild für Verhalten und Entscheidungen im Arbeitsalltag. Daher erarbeiteten alle Henkel-Mitarbeiter in den 2010 durchgeführten „Vision und Werte“-Workshops, was unser Unternehmenswert „Nachhaltigkeit“ für sie, ihr Team und für Henkel bedeutet. Darüber hinaus zeigen wir durch regelmäßige Kommunikation – beispielsweise in Mitarbeiterzeitungen oder durch Schulungen und Trainings –, welche vielfältigen Anknüpfungspunkte das Thema Nachhaltigkeit für den eigenen Job bietet. Auch in der Aus- und Weiterbildung sind Arbeitsmodule zum Thema Nachhaltigkeit fester Bestandteil. Außerdem erarbeiten unsere Mitarbeiter in funktionsübergreifenden Workshops zu spezifischen Themen – wie Logistik, Verpackung oder Beschaffung – nicht nur eine gemeinsame Wissensbasis, sondern stellen sicher, dass die erarbeiteten Lösungen alle Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung berücksichtigen. Auch die Mitarbeiter selbst initiieren weltweit Projekte zur Stärkung des Bewusstseins unter Kollegen und externen Interessengruppen. In Brasilien beispielsweise machte eine von Mitarbeitern organisierte Modenschau „Trash to Fashion“ auf die Themen Abfall und Recycling aufmerksam.

Foto Workshop zum Thema Menschenrechte

Workshop zum Thema Menschenrechte: Gemeinsam mit einem externen Trainer analysierte ein interdisziplinäres Team von Henkel-Mitarbeitern Relevanz und Risiken des Themas Menschenrechte für Henkel. Die Teilnehmer kamen aus den Funktionen Strategie, Personal, Compliance, Einkauf und Unternehmenskommunikation.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Henkel ist es wichtig, über den eigenen Einflussbereich hinaus die Fragestellungen einer nachhaltigen Entwicklung zu thematisieren. Im Jahr 2010 haben wir erneut eine Vielzahl von Projekten und Aktionen initiiert, insbesondere zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Dazu gehörte zum Beispiel ein Workshop mit Studenten der Bocconi-Universität in Mailand, Italien, zum Thema „Aufbau einer Vision für nachhaltigen Konsum im Jahr 2050“. In Deutschland, Italien und Indien veranstaltet Henkel seit Jahren landesweite Schulwettbewerbe. Beispielsweise vergab Henkel in Indien 2010 erneut den „Henkel Enviro Care Award“ für Schüler, die sich an der „Henkel EcoPetition“ rund um die Vermeidung und Wiederverwendung von Ressourcen beteiligten.

Weitere Dialogveranstaltungen nach Stakeholder-Gruppen:

Stakeholder  Thema
Verbraucher und Kunden       International: In 52 Ländern ist die Akademie Schwarzkopf heute weltweit vertreten. Das Aus- und Weiterbildungssystem für Friseurkunden reicht von Seminaren zu Schnitttechniken über Modeberatung bis hin zu Managementkursen und ersetzt in vielen Ländern die nicht vorhandenen Standards bei der Ausbildung.
Ost- und Mitteleuropa: Für die Aus- und Weiterbildung von Handwerkern baut Henkel Schulungszentren auf, um die optimale und ressourcenschonende Anwendung unserer Bautechnik-Produkte sicherzustellen. In Mittel- und Osteuropa hat Henkel Ceresit 60 Schulungszentren für Handwerker ins Leben gerufen und unterstützt so die Ausbildung vor Ort.
International: Um unseren Kunden die Vorteile unserer Innovationen transparent darzustellen, haben wir zahlreiche Instrumente entwickelt, beispielsweise den "Value Calculator". Durch den können unsere Kunden errechnen, welchen ökonomischen Vorteil sie durch den Einsatz unserer Produkte haben. Der "Value Calculator" ist mittlerweile für über 30 Marken wie Bonderite, TecTalis, Macroplast und Macromelt verfügbar.
International: Auf der Internetseite www.henkel321.com von WINTeQ und Ceretherm können sich unsere Kunden und Verbraucher individuell den jährlichen Energiebedarf ihres Hauses sowie die Einsparpotenziale durch ausreichende Dämmung und Dichtung errechnen lassen.
International: Auf der Internetseite www.about-cosmetics.com/de bieten wir unseren Verbrauchern in der Rubrik "Safe Coloring For You" Unterstützung für eine sachgerechte und damit sichere Anwendung von Haarcolorationen.
Deutschland: Mit www.henkel-haus.de haben wir ein neues interaktives Konsumentenportal entwickelt, für alle Fragen rund um Heimwerken, Reparieren und Basteln.
International: Henkel ist als Unternehmen und mit seinen Produkten verstärkt in den Social Media vertreten. 2009 haben wir den Henkel Smile Blog eröffnet und wir sind auf Twitter und YouTube vertreten.   
Analysten und Investoren Deutschland: Henkel sucht aktiv den Dialog mit Finanzanalysten. Aus diesem Grund beteiligen sich Vertreter des CSR/Nachhaltigkeitsmanagements und von Investor Relations aktiv an Arbeitsgruppen der "Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management" (DVFA) zum Thema nachhaltiges Investment.
Politik, Behörden und NGOs      Montreux: Eine wichtige Experten-Plattform bot in 2010 die "World Conference on Detergents", die vom 5. bis zum 7. Oktober zum siebten Mal seit 1977 in Montreux stattfand. Hier trafen sich Vertreter aller führenden Waschmittelhersteller und Rohstofflieferanten sowie Wissenschaftler unter dem Motto "Neue Strategien in einer dynamischen globalen Wirtschaft". Henkel-Vorstandsvorsitzender Kasper Rorsted hat zu diesem Thema in einem Vortrag Stellung genommen und betont, dass innovativer nachhaltiger Konsum eine Herausforderung für die gesamte Wertschöpfungskette ist.
Deutschland: Eine Delegation des chinesischen Handelsministeriums informierte sich im September 2010 bei Henkel in Düsseldorf über effiziente Energiewirtschaft, Methoden zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes sowie über gesellschaftlich verantwortliches Handeln von Unternehmen.
Im Dezember sprach der EU-Kommissar für Industrie und Unternehmen, Antonio Tajani, mit Finanzvorstand Lothar Steinbach und dem designierten Waschmittelvorstand Bruno Piacenza über Nachhaltigkeit und die Auswirkung verschiedener Gesetzesvorhaben für Henkel in der Praxis.
Deutschland: Mitarbeiter der Forschung engagieren sich im Namen von Henkel im strategischen Führungsgremium der "Nano-Kommission" des Bundesumweltministeriums, in der sich Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden sowie Verbraucher- und Umweltschutzverbänden zu Chancen und Risiken der Nanotechnologie austauschen.
Malaysia: Henkel unterstützt die Ziele des "Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl" (Round Table for Sustainable Palm Oil, RSPO), um geeignete Wege für die nachhaltige Gewinnung von Palmöl zu finden. Im Jahr 2009 hat Henkel am siebten Treffen des RSPO (RT7) in Kuala Lumpur, Malaysia, teilgenommen. Als sichtbares Zeichen seines Engagements ist Henkel seit April 2008 offizielles Mitglied des RSPO.
International: Um Einfluss auf umweltverträgliche und energieeffiziente Bauweisen zu nehmen, engagieren wir uns in internationalen Initiativen wie dem US-amerikanischen "Green Building Council". In Brasilien ist Henkel Gründungsmitglied des "Green Building Council".
Öffentlichkeit und Nachbarn   Brasilien: Kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter, deren Familien und Nachbarn für die Themen Umweltschutz, Gesundheit und Unfallprävention. Die Modenschau "Vom Müll zum Luxus", organisiert von unserem Werk in Itapevi, zeigt beispielsweise anhand von kreativen Kunstwerken, welche Materialien und Gegenstände täglich in den Abfall wandern, um so das Bewusstsein für Wertstoffe zu steigern.
Neuseeland: Am Standort Auckland New Lynn in Neuseeland sammelten Mitarbeiter der Produktion Plastikabfälle und Pappe, die den umliegenden Schulen als Rohmaterial für ein "Trash-to-Fashion"-Event zur Verfügung gestellt wurden. Das Bewusstsein für die Abfallproblematik und Recycling wurde sowohl bei den Schülern als auch am Standort selbst durch die Aktion gestärkt.
Deutschland: Wie in den vergangen Jahren hat die Kommunikationsabteilung von Henkel auch 2009 wieder den "Bundesweiten Aktionstag nachhaltiges (Ab-)Waschen" mit Informationsbroschüren und Verbraucherständen begleitet.
Wissenschaft und Hochschulen 

USA: Henkel-Mitarbeiter der Forschung und Entwicklung kooperieren mit der Arizona State University und dem dort ansässigen Global Institute of Sustainability (GIOS) bei der Erstellung von Lebenszyklusanalysen für Waschmittel. Das Projekt ist auf mehrere Jahre angelegt.

Deutschland: In Kooperation mit den Universitäten Rostock und Oldenburg entwickelten Mitarbeiter der Henkel Forschung im Rahmen des Leuchtturmprojekts "Produktbezogener Umweltschutz und Nachhaltigkeit an Schulen" des Unternehmensbereichs Wasch- und Reinigungsmittel Konzeptmappen für den Chemieunterricht. Die folgenden Materialien sind frei verfügbar: Waschen für eine saubere Umwelt:

PDF-Download: Anfangsunterricht Chemie

PDF-Download: Weiterführender Unterricht Chemie

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Mein Bericht
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